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11/01/2003: 11.1.2003 - Kamele, Palaeste, Maharajas
geschrieben von Carolin
Ab 3 Uhr morgens war ich wach, denn da sollte der Zug in Jaipur einrollen...und man kann ja nie wissen, ob der doch mal puenktlich ist. Und da die Haltestellen nicht durchgesagt werden, sass ich dann bis 7.40 Uhr wach im Zug rum. Toll.
Als ich dann endlich in Jaipur war, habe ich mich zu Fuss auf den Weg zu meinem Gaestehaus gemacht und waere - ernsthaft! - fast von einem Kamel umgerannt worden!!! Die werden hier genauso wie Pferde und Kuehe vor Wagen gespannt und die sind unglaublich schnell! Und gross! Nach einer heissen Dusche habe ich dann bei 25 Grad und blauem Himmel im strahlenden Sonnenschein auf der Dachterasse gesessen und gefruehstueckt - mit Blick ueber die "pink city" und auf das Fort auf dem Berg... Dann ging's los zum Sightseeing. Zuallererst natuerlich den beruehmten "Palast der Winde" (Hawa Mahal). Der wurde uebrigens 1799 gebaut, um den Frauen des Palastes eine Moeglichkeit zu geben, das Treiben auf der Strasse zu beobachten. Da wurde bestimmt ganz schoen abgelaestert ueber die alten Maharajas!! Als naechstes bin ich zum Jantar Mantar, ein Observatorium, das Maharaja Jai Singh II. 1728 angefangen hat zu bauen. Da standen jede Menge astronomische Geraetschaften aus Stein und Marmor rum, mit denen Hoehen von Himmelkoerpern gemessen, Sternenpositionen und Sonnenfinsternissen berechnet werden koennen. Und eine Sonnenuhr mit 27 m hohem Zeiger - der Schatten bewegt sich 4m pro Stunde! Jai Singh hat uebrigens seine Leute in die ganze Welt geschickt, um zu gucken, was die anderen Zivilisationen so fuer Instrumente haben... Naechster Stop war der Stadt-Palast, wo der Sohn des letzten Maharajas und seine Familie immer noch wohnen. Das Interessanteste dort waren ein riesiges Kostuem, dass der 2m grosse, 1,2m breite und 250kg schwere Maharaja Sawai Madho Singh einst getragen hat, UND riesige Silberkaraffen (die groessten Silberstuecke der Welt, Guiness Buch...), in denen der Maharaja heiliges Gangeswasser mit auf seine Reisen nach England genommen hat. Als echter Hindu kann man ja nicht das britische Wasser riskieren... Um noch mal einen Ausblick auf die Pink City zu bekommen, bin ich auf Iswari Minar Swarga Sal geklettert, das "Heaven Piercing" Minaret. Und warum eigentlich "Pink" City? 1876 hat der Maharaja Ram Singh die komplette Stadt pink anmalen lassen, weil pink die Farbe der Gastfreundschaft ist. Zu Besuch kam der Prince of Wales (spaeter King Edward VII.). Die Tradition wurde eben beibehalten und als der Maharaja-Sohn gehoert hat, dass heute ich komme, hat er eben auch nochmal die gesamte Stadt pink streichen lassen. Hahaha.
Antworten: 2 Kommentare
War wohl fuer mich!!!! die haben alle Klamotten mit Glitzer getragen...baeh! und den Kamelen haben sie Glockenum die Fuesse gebunden!
geschrieben von Carolin @ 12/01/2003 11:36 AM MEZ
Nee nee, dass kann nicht für dich gewesen sein, dann hätten die doch auch noch überall Glitzer dran gemacht!!! :-)
geschrieben von Kathrin @ 11/01/2003 03:47 PM MEZ
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