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08/09/2002: 3.September 2002 ---CarKath gegen die Mafia

geschrieben von Carolin
Eigentlich sollte es heute zum Ream-Nationalpark gehen...

Den Trip wollten die Leute vom Guesthouse organisieren (haben sie gestern Abend versprochen), haben ihn aber heute morgen abgesagt (nachdem wir um 6.30Uhr dafuer aufgestanden sind). Zur Strafe sind wir dann ausgezogen und nach Kampot gefahren. Tanja, die deutsche Inhaberin des Szene-Treffs Melting Pot, hat uns den Tipp gegeben, unbedingt nach Bokor bzw. Kampot zu fahren - deshalb haben wir es dann auch so ganz spontan gemacht...Mit dem SHARED TAXI (geteiltes Taxi) ging es in den rund 100km entfernten Kuestenort, den frueher vor allem die Franzosen besucht haben. Ihr koennt euch allerdings nicht vorstellen, was ein geteiltes Taxi in Kambodscha bedeutet. Es bedeutet EIN Auto mittlerer Groesse (circa wie ein Golf), NEUN Passagiere und EIN Fahrer. Wir sassen hinten zu viert und mit zwei Kindern auf dem Schoss. Auf dem Beifahrersitz sassen zwei Maenner, auf dem Fahrersitz ebenfalls. Der Fahrer sass (ungelogen und nicht uebertrieben!) auf dem SCHOSS des Passagiers. 2,5 Stunden lang. Matsch-Strasse, danach Loecher-Piste. HORROR. 2,5 Dollar pro Person. Löcherpiste
Als wir angekommen sind hat es nicht nur in Stroemen geregnet. Nein, das war viel mehr als nur in Stroemen. Das war ein Ozean, denn Petrus da ueber uns ausgeschuettet hat. Kathrin meinte, es wuerde "Volle Kanne schiffen". Das Verb kommt allerdings aus ihrem Stuttgarter Wortschatz. Es hat volle Kanne gep... aeh geregnet oder geschuettet, wuerde ich das nennen. Egal. Das Wichtige ist ja, dass wir sowas von nass waren. So nass war ich das letzte Mal, als ich schwimmen war. Und mein Rucksack und meine Klamotten darin waren das letzte Mal so nass, als sie in der Waesche waren. Nacher haben wir uns gefragt, wozu wir eigentlich Regencapes fuer die Rucksaecke haben...aber die Rucksaecke waren eh nach ca. 10sek durchnaesst.
Generell kann man auch sagen, dass es besser war, im Regen zu STEHEN, als noch eine Sekunde laenger im Auto zu SITZEN. Nicht nur, dass es eng war und die Strasse schlecht war...nein. Der Fahrer hat auch noch die ganze Zeit sein Kolonialzeitalter-Franzoesisch mit mir geredet. Zuerst hat er gefragt "Parlez vous francais?", ich hab natuerlich NO gesagt und dann hat der mich zugetextet und "Je ne compred pas" oder so. ISCH NIX VERSTEHEN!
Dann kam auch noch dazu, dass die Mealy Chenda Mafia und direkt wieder gefunden hat...In Kampot gab es natuerlich auch eines ihrer Gaestehaeuser, dass wir uns erst angucken MUSSTEN, bevor wir gehen durften. Wir sind dann zum Ta Enk Guesthouse, wo es richtig schoen war. Ein alter Mann hat das gefuehrt und wir hatten eine Schuesselchen-Dusche...
Unser Zimmer haben wir sogleich in eine Waesche-Trockenkammer verwandelt und waren dann zum Markt, wo wir uns ein trockenes Baguette gegoennt haben. Auf dem Rueckweg zum Gaestehaus gab's dann noch superleckeres Gebaeck von einer Garkueche.
Zuletzt haben wir noch mit zwei Moppett-Fahrern den Trip zur Bokor-Hill Station fuer Morgen klargemacht. Das letzte an das ich mich erinnern kann ist, dass wir um 20Uhr eingeschlafen sind...
Foto mit freundlicher Genehmigung von reisebilder.ch

Antworten: 2 Kommentare

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geschrieben von texas holdem @ 20/12/2004 09:56 PM MEZ

Toll, was ihr so ertragen könnt.
Ich hätte nach spätestens 15 Minuten in diesem Taxi angefangen einen Teil der Passagiere zu TÖTEN!
--Kein Urlaub für mich--
Viel Spaß noch!!

geschrieben von gerd g. @ 11/09/2002 01:17 PM MEZ

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