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30/08/2002: 30.8.2002 Dreckige Schweinchen on the Highway of Hell (Strassenerfahrung Teil 2)

geschrieben von Carolin
Was stellt ihr euch unter einem kambodschanischen Tiertransport vor? Das koennt ihr euch garnicht vorstellen...Man nehme ein Schwein,

lege es mit dem Ruecken nach unten auf den Gepaecktraeger eines Fahrrads und binde es dann mit einem Tau fest. Das SChwein streckt alle Viere nach oben und quietscht fuerchterlich. Das arme suesse kleine Schweinchen.
Dabei ging es uns doch heute nicht viel besser. Man nehme einen Pickup und setze sieben Leute vorne rein und 13 Leute plus Gepaeck hinten rein. Das nennt man auch schon fast Tiertransport. Am Ende ist man sowieso saudreckig.

Aber ich sollte mal wieder vorne anfangen!

Heute haben wir ausgeschlafen und standen erst um 6 Uhr morgens mit unseren RUcksaecken auf der Strasse. Mit einem Tuktuk haben wir uns zur Busstation bringen lassen. Auf dem Weg dorthin sind wir an unzaehligen Pickups vorbei gekommen, die uns alle gerne mitnehmen wollten und gerne unser Geld haben wollten. Sogar so gerne, dass ein Mann vom fahrenden Pickup mitten auf der Strasse auf unser fahrendes Tuktuk ruebergesprungen ist, um unseren Fahrer zu ueberreden, dass er uns an ihn ausliefert. Anscheinend hat er ihm aber nicht genug Geld angeboten, denn unser Fahrer hat uns nur einmal gefragt, ob wir dort mitfahren wollen und hat den Typ dann rausgeschmissen. An der Busstation wurde es nicht besser. Tausende Pickups und zwei Busse allerdings fuhr keiner davon nach Phnom Penh.
So mussten wir einen dieser OFFIZIELLEN Pickups nehmen. 7 DOllar in der Kabine oder 3 DOllar hinten drauf. Weil wir echte "Backpacker sind und keine Touris brauchen wir keinen Luxus, schliesslich wollen wir "The real feeling of travelling" :-)
Tja. das hat man vom Sparsam sein.
die ersten 10 minuten gingen ja noch, aber dann...sind wir losgefahren und es war hammer-mega eng. SO viel gepaeck! So viele Leute! und fuer das Hinterteil nur eine schmale Kante zum Sitzen. Und dann wurde nach 20 Minuten aus dem geteerten Highway Nr.6 eine durchloecherte Sandpiste. Hinzu kam natuerlich noch, dass es immens staubig war. Manchmal konnte man kaum atmen geschweige denn sehen. Jetzt wissen wir, warum die Kambodschaner sich immer Tuecher um den Kopf wickeln!


Caro im SchalZum Glueck hatte ich einen Schal gekauft, den ich mir sogleich um den Kopf wickelte. Damit konnte man wieder atmen!!!! In einer ersten Pause (LKW steckte quer auf der Fahrbahn fest) haben wir dann gegenseitig unsere dreckigen Gesichter bewundert. Wisst ihr, wie dreckig man ist, wenn man durch eine solche Staubpiste rast? Und wisst ihr, wie dumm das ist, wenn man sich vorher auch noch Sonnenmilch drauf macht? Tja. Zumindest waren wir von der Hautfarbe her nicht mehr von den Kambodschanern zu unterscheiden...!

Kathrin nach der Fahrt
Die Fahrt ging genauso grauenvoll weiter, aber man muss schon zugeben, dass die Strasse nicht ganz so schlimm war, wie die von der Grenze. Hier war schon teilweise neu geteert.
Unsere zweite kurze Pause konnte Dreckspatz Kathrin dafuer nutzen, sich auch einen Schal zu kaufen.
Weiter ging's. Immer durch die tolle Landschaft. Gruen Gruen Gruen, wo man auch hinguckte (wenn man den Staub von der Sonnenbrille wischte).
7,5 Stunden sind wir so gefahren. 7,5 Stunden Tiertransport de luxe. Die schrecklichen Schmerzen im Hintern und in den Knien (man konnte seine Fuesse keinen Zentimeter bewegen) konnte man zuletzt sogar fast vergessen, denn die letzte Stunde vor Phnom PEnh fuhren wir durch ATEMBERAUBENDE LAndschaften. Der Tonle Sap ist zur Regenzeit sehr sehr angeschwollen und hat das gesamte Land ueberflutet. Das nutzen die MEnschen fuer ihre Reisfelder - oder zum Schwimmen. AUf der anderen SEite hat der Mekong das Land ueberflutet und floss mit einer wahnsinns Stroemung in den See. So hatten wir rings um uns nur Wasser!



CaroimRegen (57k image) In Pnohm Penh angekommen sind wir zu unserem Gaestehaus gekommen und haben ein wirklich gemuetliches Zimmer bezogen. 2 Minuten spaeter hat es angefangen zu regnen, sowas habt ihr noch nciht gesehen. ich habe mich raus aufs Dach gestellt (weil ich sowieso super dreckig war) und war nach ca. 1,5 Sekunden komplett durchnaesst. Das war herrlich! In der Stadt (die man von unserem Dach aus ja sehr schoen beobachten kann) stand das Leben ploetzlich still. Nichts hat sich mehr bewegt. Das ist ziemlich krass in einer 2 Millionen EInwohner Stadt.

Nach einer wirklichen Dusche sind wir dann erstmal ins Bett gefallen und haben von 16 bis 20 Uhr geschlafen. Das tat guuuuuuut!

Es war dann auch ziemlich schwer wieder aufzustehen, aber der Hunger trieb uns an. WIr hatten am ganzen Tag nur jeder ein trockenes BAguette-Broetchen. Nun gab es im Narin2 Guesthouse ein leckeres rotes Curry und Chinakohl (letzteres fuer KAthrin).

Nun werden wir uns wieder in unsere Betten begeben, damit wir morgen fit sind fuer's "Sightseeing".

Adios,
Carolin

Antworten: 1 Kommentar

Nature is often hidden, sometimes overcome, seldom extinguished. by texas hold'em

geschrieben von texas hold'em poker @ 20/12/2004 09:49 PM MEZ

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